Seit dem Schuljahr 2002/2003 wird an den
Realschulen in Bayern allgemein die Teilnahme am internationalen
Sprachdiplom PET (Preliminary
English Test) angeboten, an der Realschule Bad Griesbach bereits
seit dem Schuljahr 2001/2002. Einen großen Erfolg konnten die
bayerischen Realschüler auch im vergangenen Schuljahr wieder
erzielen. Wie das Cambridge Institut vor kurzem bekannt gab, haben
90,2 % der 2869 Prüflinge aus Bayern bestanden - im Vergleich zu 78,6
% weltweit, 28,9 % davon sogar mit Auszeichnung (Pass
with merit) im Vergleich zur internationalen Quote von 25,4 %. Der
Vorsitzende des brlv (Bayerischer Realschullehrerverband), Anton
Huber, sieht darin einen "Qualitätsbeweis für das hohe
Fremdsprachenniveau an den Realschulen". Die bessere Förderung
von fremdsprachlichen Kompetenzen in der neuen R6 trage sicher
erheblich zu dem Erfolg bei (Pressemitteilung des brlv Nr. 10/2005).
Der große Erfolg ist gewiss auch darauf zurückzuführen, dass in
Bayern eine sehr homogene Gruppe von Prüflingen teilnimmt, da vor
allem Schüler mit guten Englischkenntnissen zur Teilnahme angeregt
werden.
PET entspricht dem Niveau B1 des
"Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen".
Lernende auf der Stufe B1 können:
-
die Hauptpunkte verstehen, wenn eine klare Standardsprache
verwendet wird und wenn es
um vertraute Dinge aus Arbeit, Schule, Freizeit usw. geht;
-
die meisten Situationen bewältigen, denen man auf Reisen im
Sprachgebiet begegnet;
-
sich einfach und zusammenhängend über vertraute Themen und
persönliche Interessengebiete äußern, über Erfahrungen und
Ereignisse berichten, Träume, Hoffnungen und Ziele beschreiben und zu
Plänen und Ansichten kurze Begründungen oder Erklärungen geben.
Die Prüfung kostet für bayerische Realschüler
€ 80 (statt € 95 am Institut). Sicher ist das für manche Schüler
eine kleine Hürde, aber es gibt viele Elternbeiräte, die im Rahmen
ihrer Möglichkeiten die Teilnahme an diesem Test mit einem Zuschuss
in hervorragender Weise unterstützen, so auch an unserer Schule.
Den an der Prüfung beteiligten Lehrkräften
bietet das Cambridge Institut eine faire Entlohnung für ihren
Aufwand. Jeder Oral Examiner erhält
pro Prüfling eine Prüfergebühr sowie Reisekosten bei einem Einsatz
außerhalb des Schulortes. Ein Exam
Supervisor (Organisator der Prüfung vor Ort) bekommt für die
umfangreiche Organisationsarbeit vor der Prüfung sowie die Tätigkeit
an den Tagen der Prüfung ebenso eine Aufwandsentschädigung wie jede
Aufsicht (Invigilator). Für
Fahrten zur Ausbildung bzw. Wiederauffrischung (coordination) werden dagegen keine Reisekosten bezahlt.
Die Prüfungsarbeiten für alle Teilbereiche der
Prüfung werden von Cambridge übersandt. Die Arbeiten müssen vor Ort
nicht mehr kopiert werden, sondern stehen in ausreichender Anzahl zur
Verfügung. Nach der Korrektur der Arbeiten, die in Großbritannien
erfolgt, werden die Zertifikate zuverlässig und schnell (bis Ende des
Schuljahres, in dem die Prüfung stattgefunden hat) an die Schulen
geschickt und können dadurch mit dem Zeugnis der 9. Jahrgangsstufe
bei einer Bewerbung vorgelegt werden. Ein großer Vorteil ist das
Beiblatt zum Zertifikat (Statement
of Results), in dem das Leistungsprofil jedes Prüflings in den
einzelnen Teilbereichen der Prüfung (Reading,
Writing, Listening, Speaking) aufgeführt ist. Die Skala reicht
dabei von Exceptional über Good und Borderline bis zu
Weak. Jeder Prüfling und
auch jeder Arbeitgeber kann daraus die einzelnen Leistungen entnehmen.
Nach einem Artikel der "Süddeutschen
Zeitung" vom 25.10.2005 ("Ein Zertifikat zählt mehr als
Zeugnisnoten") werden Zusatzqualifikationen in der Arbeitswelt
als sehr positiv gesehen. Man hat, so heißt es darin, "Vorteile
auf dem internationalen Arbeitsmarkt und kommt unter Umständen
leichter an einen Studienplatz im Ausland." Auch bei der Suche
nach einem Ausbildungsplatz in Deutschland verspricht ein zusätzliches
Zertifikat Vorteile. "Wenn jemand seiner Bewerbung ein
Cambridge-Certficate ... beilegt," so wird eine Ausbilderin
zitiert, "dann ist das schon ein Plus."
Viele Unternehmen erkennen das Sprachzertifikat
bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz bereits an. Auf der
Homepage der University of
Cambridge gibt es unter der Adresse http://www.cambridgeesol.org/recognition/search.php
eine Liste von deutschen Firmen, die PET anerkennen. Das Cambridge
Institut gibt auch ein kleines Informationsblatt mit den Namen der
Firmen (Corporate Users) heraus.
Die Liste reicht dabei u.a. von Autoherstellern über Banken,
Chemieunternehmen, Computerfirmen bis hin zu Maschinenbauunternehmen
und Behörden.
Ausführliche Informationen über das Examen sind
auf der englischen Internetseite (http://www.cambridgeesol.org/exams/pet.htm)
oder der deutschen Seite des Cambridge Instituts München (http://www.cambridgeinstitut.de/examsframepage.htm)
aufgeführt. Dort können auch die Prüfungshandbücher sowie Musterprüfungen
(sample papers) sämtlicher
Prüfungsteile kostenlos heruntergeladen werden (pdf Dateien mit Adobe
Acrobat Reader).
Wichtige Termine für dieses Schuljahr:
13. oder 20.05.2006: Mündliche Prüfung (je nach
Einteilung)
20.05.2006: Schriftliche Prüfung und Hörverstehenstest
(für alle)
Auskünfte zu PET oder zur Prüfertätigkeit
erteilt das Cambridge
Institut, Hildegardstr. 8, 80539 München
Tel: 089-221115 oder 221150
e-mail: info@cambridgeinstitut.de
Internet: www.cambridgeinstitut.de