
Sie sind die "Hauptverantwortlichen" für das stolze Sammelergebnis, die Sammle-rinnen und Sammler der Realschule mit ih-rem Schulleiter Direktor Albrecht Wolfrum
PNP vom 17.11.2011
Griesbacher Realschüler sammeln 2147 Euro für soziale Projekte in München und Mandeni
Bad Griesbach. "Pack ’mas!" hieß es jetzt im dritten Jahr für die Schüler der Staatlichen Realschule Bad Griesbach. Unterstützt vom Passauer Kreis e.V,. nahmen viele das Motto wörtlich und machten sich, "bewaffnet" mit Spendendosen und Flugblättern auf, Menschen in Not zu helfen. 2147,78 Euro erbrachte die Aktion. Wie im vergangenen Jahr sind das Kinderhaus "AtemReich" in München und das Heim für Aidswaisen im südafrikanischen Mandeni die Nutznießer der Spendenaktion.
Das Kinderhaus "AtemReich" wurde im Jahr 2006 von dem Münchner Arzt Professor Johannes Schöber angestoßen. Er hatte an seinem Arbeitsplatz in der Kinderklinik miterlebt, dass künstlich beatmete Kinder oft über Jahre hinweg auf der Intensivstation leben müssen − Orte, an denen es keinen Tag-Nacht-Rhythmus gibt, ständige Unruhe herrscht und keine Privatsphäre vorhanden ist. Das Kinderhaus will für diese Kinder eine Alternative sein, und bietet inzwischen rund 20 Plätze an. Die Kinder, die auf Grund ganz unterschiedlicher Krankheitsbilder dauerbeatmet werden müssen, sollen vor allem ein familienähnliches Zuhause vorfinden. Dazu gehört das Angebot an die Eltern, bei ihren Kindern zu übernachten. Die Einrichtung nimmt Kinder ab der achten Woche auf. Bis zur Vollendung des Grundschulalters können sie im "AtemReich" bleiben.
Mit ganz anderen Problemen müssen sich die Verantwortlichen unter Leitung des Regensburger Missionsbenediktiners Gerhard Lagleder in Mandeni herumschlagen. 10 000 Menschen leben dort, im Umland sind es 250 000. Für sie gibt es keinen Gesundheitsbasisdienst oder ein Krankenhaus. Traurige Berühmtheit erlangt die Region durch die Aids-Statistik: Zwei Drittel der Menschen dort sind HIV-infiziert. Lagleders Hospiz ist ein kleiner Schritt für die Menschen auf Hoffnung. Besonders oft sind Kinder von der tödlichen Krankheit betroffen. Sie werden oft schon in der Schwangerschaft mit dem Virus infiziert. Wenn dann die Mutter an der Krankheit stirbt, bleibt das Kind allein. Deshalb hat Pater Lagleder ein Kinderheim für über 40 Aidswaisen gegründet. "Wir haben uns um Menschen gekümmert, um die sich sonst keiner gekümmert hat", beschreibt Lagleder sein Engagement, dem ein Teil des Geldes zugute kommt.