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Die Gefahren der virtuellen Welt

In seinem Vortrag informierte Kriminaloberkommissar Werner Höllrigl Eltern und Lehrer über die Gefahren sozialer Netzwerke. In seinem Vortrag informierte Kriminaloberkommissar Werner Höllrigl Eltern und Lehrer über die Gefahren sozialer Netzwerke.
PNP vom 13.02.2012

Polizist informiert an der Realschule über soziale Netzwerke

Bad Griesbach. Wie ein ungeheuerer Flächenbrand haben soziale Netzwerke, allen voran das allgegenwärtige Facebook, in den letzten Jahren die virtuelle Welt des Internets verändert. Vor allem junge Menschen sind es, die sich dabei großen Gefahren aussetzen. Eltern, Lehrer und auch die Polizei stehen dem Treiben in der Cyber-Welt schier hilflos gegenüber. Hier einen Gegenpol zu setzen, war die Absicht eines Vortrags an der Realschule, in dem Kriminaloberkommissar Werner Höllrigl von der Kriminalpolizeiinspektion Passau Eltern und Lehrkräfte über die Gefahren sozialer Netzwerke informierte.

"Sie werden nicht verhindern können, dass Ihre Kinder über kurz oder lang in diese Kommunikationsplattformen einsteigen, und Sie werden über kurz oder lang auch nicht mehr die notwendige Kontrolle ausüben können. Aber Sie sollten zumindest wissen, worauf Sie aufpassen müssen." Mit dieser ernüchternden Feststellung begann Höllrigl seinen Vortrag, der dann immer wieder auch die Macht- und Hilflosigkeit all derer entlarvte, die Kinder und Jugendliche vor den großen Gefahren, die im "Netz" lauern, bewahren wollen. Die Hauptmotive, ein soziales Netzwerk zu nutzen, so Höllrigl, seien vor allem der Gruppenzwang und der Wunsch, sich über den Freundeskreis zu definieren. Gefahr drohe den Kindern und Jugendlichen vor allem deshalb, weil sie zu unkritisch und zu wenig misstrauisch an die Sache herangingen und zudem dem Irrglauben unterlägen, mit einem Mausklick könne man Unerwünschtes ungeschehen machen. Dazu weiß aber Werner Höllrigl: "Was man in Facebook schreibt, hat man preisgegeben. Das Netz vergisst nichts!"

An vielen konkreten Beispielen machte der Kriminaloberkommissar deutlich, wie naiv manche Kinder mit ihren persönlichsten Daten und Erlebnissen umgehen, wie sehr sie ihren Internet-Bekanntschaften vertrauen und welch schlimme Folgen das haben kann.

Was ist also zu tun? Zwar konnte Werner Höllrigl einige technische Tipps geben, wie man die Gefahren im Netz minimieren kann, doch war auch er sich darüber im Klaren, wie schwer es ist, Kontrolle auszuüben. Auch Realschuldirektor Albrecht Wolfrum ist sich der schwierigen Lage bewusst: "Die jungen Leute bewegen sich wie selbstverständlich in einer Parallelwelt, auf die wir nur wenig Einfluss haben."

 


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