Studienfahrt der Klasse 10a

Hamburg entdecken

Die Klasse 10a hatte zusammen mit ihren Lehrkräften Andrea Lautenschlager und Ulrich Bauer eine der schönsten Städte Deutschlands als Ziel ihrer Studienfahrt auserkoren: Hamburg.

Kurz nach Mitternacht startete eine erwartungsvolle und gutgelaunte Truppe mit dem Bus Richtung Norden und erreichte die Stadt am frühen Nachmittag, sodass die Schülerinnen und Schüler bereits am ersten Tag die nähere Umgebung (und natürlich auch nahegelegene Supermärkte und Fast Food-Restaurants) ausführlich erkunden und sich von den Strapazen der Fahrt (geschlafen wurde wenig) erholen konnten.

Bei einer Stadtrundfahrt bzw. -führung am nächsten Morgen gab eine waschechte Hamburgerin auf amüsante Art und Weise allerlei Wissenswertes, aber auch viele lustige Anekdoten zum Besten. Bei einem Zwischenstopp an der Außenalster (O-Ton Stadtführerin: "Millionärsghetto") konnten die Schülerinnen und Schüler staunend die prachtvollen Villen der reichen Hamburger bewundern, um kurz danach durch die Reeperbahn zu fahren und die "andere" Seite von Hamburg vor Augen geführt zu bekommen. Beeindruckt zeigten sich viele auch vom Hamburger Michl sowie von der Elbphilharmonie, welche sie ausführlich besichtigen konnten. Gemeinsam marschierte man dann zu den Landungsbrücken, wo nach einer kurzen Mittagspause schon die Barkasse zur Rundfahrt bereitstand. Ein routinierter "Seebär" mit weißem Bart führte die Klasse in die Geheimnisse des Lebens im Hafen ein, steuerte durch die beeindruckende Speicherstadt und lotste sein kleines Gefährt auf kleinsten Kanälen so nah wie möglich an die größten Schiffe heran, während er seinen Passagieren nicht nur Hamburgs Hafengeschichte näherbrachte, sondern auch technisches Hintergrundwissen zum Schiffsbau vermittelte. Angesichts der riesigen Containerschiffe blieb einigen der Mund offen stehen.

Anschließend hatten die Schülerinnen und Schüler erneut Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und shoppen zu gehen. Bei Bombenwetter nutzten manche die Zeit auch für einen Besuch in der Strandbar und genossen in ihren Liegestühlen den Blick auf den Hamburger Hafen.

Am nächsten Tag war ein Ausflug nach Friedrichskoog an die Nordsee geplant. Nach einem Besuch der Seehundstation genoss man bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein eine ausführliche Wattwanderung. Einige waren vorher noch nie am Meer gewesen und freuten sich über jede schöne Muschel, die sie fanden. Andere versanken bis zu den Oberschenkeln im Meeresschlamm und hatten sichtlich Spaß dabei.

Abends war es dann an der Zeit, sich in Schale zu werfen, denn es stand ein Besuch des Musicals "Mary Poppins" im Stage Theater an der Elbe auf dem Programm. Die Jugendlichen zeigten sich äußerst begeistert von der aufwändigen, mitreißenden und farbenfrohen Vorführung und verließen gutgelaunt und teilweise singend den Saal - sehr zur Erheiterung einiger Hamburger, die uns Bayern ohnehin sehr wohlgesonnen sind.

Tags darauf standen das "Miniaturwunderland" und der "Hamburg Dungeon" auf dem Programm. Erst bewunderte man die akribische Präzisionsarbeit, die bei der Konstruktion der Miniaturwelten benötigt wird, um all die Länder- und Städteszenerien sowie die geschichtlichen Darbietungen zu erstellen. Anschließend konnten sich die Schülerinnen und Schüler im "Gruselhaus" fürchten und amüsieren, als Schauspieler Hamburgs Geschichte auf düstere und morbide Art und Weise erfahrbar machten. Ein empfehlenswertes Erlebnis der besonderen Art, das mit einem "freien Fall", bei dem man sich in zwei Reihen zu je zehn Personen auf einer Strecke von sieben Metern im Dunkeln mit einer Geschwindigkeit von rund 35 km/h Richtung Erdboden bewegt, endete. Die lustigen Fotos, die dabei entstanden, konnte man anschließenden im Shop erwerben und als Souvenir mit nach Hause nehmen - zusammen mit dem obligatorischen Gruppenfoto natürlich.

Im Anschluss daran bot sich der Klasse 10a die Gelegenheit, im Rahmen einer Werksführung den "Airbus A380" aus nächster Nähe zu bewundern. Viele zeigten sich beeindruckt von der enormen Größe und Ausstattung dieses Flugzeugs, welches - je nach Kundenwunsch - individuell gestaltet werden kann. So lassen sich hier beispielsweise eine Bar, diverse Luxusapartments oder Konferenzräume einbauen, wenn man das nötige Kleingeld dafür besitzt.

Abends nutzten die Schülerinnen und Schüler noch einmal die Zeit für ein gemeinsames Abendessen und zeigten sich durchaus wehmütig, dass die Tage so schnell vergangen waren. Was bleibt, sind unvergessliche Erinnerungen an eine wirklich traumhaft schöne Studienfahrt, die sowohl die Klasse 10a als auch ihre begleitenden Lehrkräfte sowie Busfahrer Manfred ("Jack") äußerst genossen haben.